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Geschichte des Spielmannszuges "Frei-Weg" Wirges 1902 e.V.

Chronic

Zusammenstellung von Manfred Simon

aus dem Festbuch 2003 zum 100 jährigen Vereinsjubiläum.

 

 

Als im Jahre 1902 von einigen jungen Männern der Gedanke getragen wurde, einen Spielmannszug ins Leben zu rufen, war es besonders Herr Louis Henrich, der sich in idealer Weise für diese schöne Sache einsetzte. Man gliederte sich dem damaligen Arbeiter-Turnverein an und konnte schon damals auf einigen Turnerfesten sein Können unter Beweis stellen.

Unser Bild zeigt im Hintergrund den Arbeiter-Turnverein Wirges anlässlich eines Festes in Wirges um 1907

Als im Jahre 1914 der erste Weltkrieg ausbrach, schien die ganze bisher geleistete Arbeit umsonst gewesen zu sein, da die meisten der aktiven Mitglieder zu den Fahnen einberufen wurden. Dadurch wurde der Vereinsarbeit ein vorläufiges Ende gesetzt. Kaum war der erste Weltkrieg vorbei, da fanden sich wieder einige tatkräftige Männer zusammen, um den Spielmannszug wieder neu zu beleben. Zu ihnen gesellten sich einige junge Leute, so dass der Spielmannszug im Jahre 1924, als Herr Josef Koch die Stabführung übernahm, 16 aktive Spielleute zählte.

Durch die Übernahme von Herrn Josef Koch am 20. Februar 1924 erfuhr das Korps einen großen Aufschwung. Ein Jahr spielte man noch unter dem Namen des damaligen Arbeiter-Turnvereins, bis es ermöglicht wurde, sich auf eigene Füße zu stellen.

hintere Reihe von links nach rechts: Willi Enhold, Ewald Preußer, R. Kogler, Paul Naczenski, Richard Enhold, Ludwig Schweigkart, Josef Koch, Thomas Kogler, Josef Nomillner, Karl Bettin, Rudolf Weise, Ludwig Bernstein

vordere Reihe: Julius Bettin, Willi Rößler, S. Altmann, Hugo Kirsch, Walter Schinkowiak, Willi Müller, August Reßmann

 Der Gastwirt Karl Schmidt gewährte den Spielleuten eine Vorfinanzierung zum Kauf der Instrumente, die man ihm langsam zurückzahlen konnte. Im Jahre 1927 nahm das Korps den Namen „Frei-Weg“ an. Dieser schöne und zugleich auch passende Name wurde auf Vorschlag von dem damaligen Spielmann Richard Enhold angenommen.

Das Bild zeigt den musikalischen Auftritt von Spielleuten beim Deutschen Turnfest in Essen 1930, bei dem der Spz. „Frei-Weg“ Wirges mitwirkte.

In der folgenden Zeit wurden die Leistungen von Jahr zu Jahr besser und immer größere und schwerere Aufgaben konnten übernommen und auch erfüllt werden. Nicht nur Jahre des Aufstiegs sind in der Vereinschronik zu verzeichnen, sondern es gab Zeiten, in denen man um die Existenz des Korps sehr bangte. Bei der Machtübernahme 1933 versuchte man den Spielmannszug aufzulösen und beschlagnahmte die Instrumente. Durch den Einsatz des damaligen Vorsitzenden des Sport-Clubs Wirges, Herr Heinrich Kohlhaas, war es möglich, die Instrumente wieder freizubekommen und man gliederte sich dem Sport-Club Wirges an. 

von linke nach rechts: Josef Koch, Rudi Schneider, Richard Preußer, Willi Braunstetter, Paul Marx, Erich Geist, Edmund Jurecz, Thomas Kogler, Wenzel Raabe, Willi Müller, Willi Kapinski, Josef Koch, Richard Enhold, Ewald Niemann, Walter Müller, Albert Raabe, Ewald Preußer, Walter Gorzikowski, Franz Halbers, Camillo Weise, Josef Beck, Josef Kuppler, Hugo Kirsch.

  Unter diesem Namen war es dem Korps möglich, seine Tätigkeit bis zum Jahr 1942 fortzusetzen. Bedingt durch Kriegseinwirkung des zweiten Weltkrieges stellte der Spielmanns-zug seine Tätigkeit bis 1949 ein. Am 17. Juli 1949 wurde die Vereins-tätigkeit wieder aufgenommen. Man wählte als 1. Vorsitzenden Herrn Heinrich Kohlhaas, und die Stabführung übernahm Herr August Reßmann. Nach einigen Monaten übergab Herr August Reßmann die Stabführung an Herrn Erwin Burkl.

Sehr schnell hatte man die Leistungen von vor dem Krieg wieder eingeholt, denn durch die Übernahme junger Spielleute, die man während des Krieges für den Jugend-Spielmannszug ausgebildet hatte, konnte man bald wieder einem stattlichen Korps auf den Straßen von Wirges und Umgebung begegnen.

Das Bild zeigt den Spz. „Frei-Weg“ Wirges anlässlich seines 50 jährigen Jubiläums 1952

 

Gerade die nun folgende Zeit brachte den Verein auf einen Stand, der seinem Ruf im gesamten Rheinland Lob und Anerkennung einbrachte.

  

So gelang es dem Verein im Jahre 1953 einen Fanfarenzug aufzustellen, welcher die Spielstärke wesentlich verbesserte.

  

Die „goldenen“ 50er

 

Im Jahr 1958 gründete man einen Schülerspielmannszug unter der Stabführung von Herrn Manfred Burkl. Die Ausbildung übernahmen die Spieler Ewald Preußer I, Ewald Preußer II und Richard Preußer. Am 1. Mai 1959 konnte der Schülerspielmannszug erstmals in der Öffentlichkeit auftreten. In den folgenden Jahren nahm er an vielen Wettstreiten mit großem Erfolg teil und wurde 1963 in den Seniorenspielmannszug eingegliedert.

Ein Jahr später wagte sich unser Verein erstmals über Ländergrenzen hinaus und besuchte den internationalen Wettstreit in Wierde/Holland. Hier errangen beide Gruppen (Spielmannszug und Fanfarenzug) unter starker Konkurrenz in der höchsten Spielklasse jeweils den 1. Preis.


 

In Kaltenengers

1000 Jahre Wirges

 

Schülerspielmannszug mit Betreuer Bernhard Noll

 

Ehrung am Kriegerdenkmal

 

             

Unser langjähriger 1. Vorsitzender, Herr Heinrich Kohlhaas, stellte 1964 aus Altergründen sein Amt zur Verfügung. Als Nachfolger in diesem Amt wurde Stabführer Herr Erwin Burkl gewählt. Diese Tätigkeit führte er bis zum Jahr 1968 aus. Bedingt durch Alter und Krankheit wechselte in der folgenden Zeit der Vorstand.

 Und zwar bekleidete das Amt des     1. Vorsitzenden:

  von 1968 – 1970 Herr Ewald Preußer I

   von 1970 – 1971 Herr Adam Möller 

Zurückgreifend auf das Jahr 1969 sei erwähnt, dass der Verein an einem internationalen Wettstreit in Groß-Gerau teilnahm. Hierbei errang der Spielmannszug unter 42 teilnehmenden Vereinen den 1. Preis und erhielt für diese großartige Leistung den Europapokal der Spielmannszüge. Dieses war wohl der größte Erfolg in der bisherigen Vereinsgeschichte.

          

 

Das Jahr 1970 wurde überschattet durch die Auflösung des Fanfarenzuges. In dieser kritischen Phase des Vereins übernahm 1971 Herr Norbert Hansen das Amt des 1. Vorsitzenden. In der nun folgenden Zeit ging man daran, das musikalische Niveau deutlich anzuheben. So wurden unter anderem Musikstücke und Konzertstücke eingeübt, die in ihrer Schwierigkeit deutlich über dem bisher Gebotenen lagen. Nur durch den persönlichen Einsatz von Stabführer Erwin Burkl und dem Technischen Leiter Kurt Meier war dieses möglich. Auch die Einkleidung in neue Uniformen und die Anschaffung besserer Instrumente trugen dazu bei. Letztlich auch der Beitritt unseres Vereins in den „Deutschen Volksmusiker Bund“ hat zu dieser Leistungssteigerung beigetragen.

 

Den großen Wettstreit unseres Vereins im Jahre 1972 besuchten 33 Vereine aus nah und fern. Dies gab ein beredtes Zeugnis von der Beliebtheit unseres Vereins. Als im Jahre 1974 der Spielmannszug den Auftrag erhielt, zur Partnerschaft Samobor/Jugoslawien zu reisen, war die Freude sehr groß. Auftritte in Samobor und Zagreb trugen dazu bei, dass auch unser Verein einen kleinen Teil zur Völkerverständigung beigetragen hat. Für alle war dies wohl ein großes Erlebnis.

 

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Spielmannszug Wirges spendet Sauerstoffgerät

Vorsitzender Hansen  vom Spielmannszug Wirges  überreichte dem DRK-Ortsverein Wirges ein Sauerstoffgerät.  Anlass hierzu  war das Jubiläumsfest  aus  Anlass  des  70-jährigen  Bestehens  des  Spielmannszuges Wirges  im  vergangenen Jahr,  verbunden  mit  einem großen  Wettstreit,  an dem 44 Vereine  aus dem ganzen Bundesgebiet teilnahmen. Bei der Überreichung des Sauerstoffgerätes an den Vorsitzenden des DRK-Ortsvereins Wirges, Bürgermeister Olschewski, erklärte Vorsitzender Hansen, dass der Vorstand des Spielmannszuges einstimmig diese Spende beschlossen habe. Der DRK-Ortsverein Wirges stellte sich bei allen Festen und Veranstaltungen uneigennützig in den Dienst der Vereine und Bürger und sei tatkräftig für alle da. Die Spende in Form des Sauerstoffgerätes sei eine kleine Anerkennung für den unermüdlichen Einsatz des DRK-Ortsvereins Wirges. Bürgermeister Olschewski dankte dem Vorsitzenden Hansen und den mit ihm zum Übungsabend des DRK erschienenen Vorstandsmitgliedern  des Spielmannszugs. 2. Vorsitzender Josef Gerz erläuterte den Überbringern sowie den anwesenden DRK-Angehörigen und den zum Erste Hilfe-Kurs erschienenen Feuerwehrmitgliedern die Anwendung des Sauer-stoffgerätes. Das DRK Wirges verfügte bislang nicht über eine solches Sauerstoffgerät. Es soll im Einsatzfall zur Lebensrettung angewandt werden, aber auch kranken Wirgeser Bürgern, die unter Atemnot  leiden, im Bedarfsfall zur Verfügung gestellt werden, um deren Beschwerden zu erleichtern.

 

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Schülerspielmannszug im Jahr 1976

 

Aus Altersgründen übergab im Jahr 1975 Stabführer Erwin Burkl sein Amt seinem Sohn Manfred Burkl, in dessen Händen jetzt die Stabführung liegt. Ebenfalls begann man in diesem Jahr mit der Gründung eines Schülerspielmannszuges, welcher sich bereits ein Jahr später der Öffentlichkeit vorstellen konnte. Die Ausbildung übernahmen die Aktiven Ewald Preußer II, Manfred Burkl, Frank Burkl, Ludwig Stuhl, Achim Huber und Manfred Simon. Der Schülerspielmannszug verfügt über eine Spielstärke von 38 Schülern.

Einen weiteren Höhepunkt brachte das Jahr 1976 mit dem großen Wettstreit in Lilienthal/Bremen. Unter den 22 teilnehmenden Vereinen errang man unter starker Konkurrenz einen hervorragenden 2. Platz.

Das herausragende Ereignis im Jahr 1977 war das 75 jährige Jubelfest des Vereins während der Pfingsttage in Verbindung mit dem Ausrichten des Kreismusikfestes des Deutschen Volksmusikerbundes.          

 

    Musik soll Bindeglied zwischen Menschen sein

 „Frei-Weg“-Jubiläum war eingebettet in Kreismusikfest

Zwar haben die Wirgeser vor vielen Jahrzehnten    zunächst gesungen (die Chronik,etwa des Kirchenchors „St. Gregorius“, beweist das), aber dann hat man entdeckt, dass das Musizieren auf Instrumenten genauso viel Spaßmacht und gründete 1902 den Spielmannszug, der heuer also 75 Jahre alt wird und seit 1927 den Namen „Frei-Weg“ trägt.

Zum 75jährigen Jubiläum überreichte Verbandsgemeinde- und Stadtbürgermeister Erhard Olschewski (rechts)

dem Vorsitzenden des Spielmannszuges     „Frei-Weg“ einen Scheck als Geburtstagsgeschenk

Mit viel Applaus wurden auch vom Ehrentisch die Musikvorführungen auf der Bühne des bis auf den letzten Platz besetzten Festzeltes bedacht.
(links: Landrat Dr. Norbert Heinen, rechts: Bürgermeister Erhard Olschewski)

 

Ehrenmitglieder  des Spielmannszuges „Frei-Weg“ 1977

Obere Reihe: Walter Gorzikowski, Emil Nomilner, Richard Preußer,         Paul Marx, Walter Müller

Sitzend: Richard Enhold, Ewald Preußer, Erwin Burkl

 

Das Jahr 1978 war überschattet durch den Tod unseres langjährigen aktiven Spielers und Ehrenvorsitzenden Ewald Preußer sen., den wir mit den Klängen des Liedes „Ich hatte einen Kameraden“ zu Grabe trugen.

Das Jahr 1979 war gekennzeichnet durch die stetige Integration des Schülerzuges in den Seniorenzug. Dieser erfuhr dadurch eine deutliche quantitative Steigerung. Unser langjähriges Mitglied und 1. Vorsitzender (1970-1971), Adam Möller, geleiteten wir im März 1980 zu seiner letzten Ruhestätte.

Im Jahr 1980 wechselte der Verein sein Vereinslokal, und hat nun endgültig in der „Euler-Stube“ in Wirges eine neue Heimat.

Gleichzeitig begann man die Tradition der vereinsinternen Familienabende neu zu beleben, die nun jährlich dazu beitragen, die Gemeinschaft innerhalb des Vereins zu stärken. Ebenfalls eine Ausflugsfahrt nach Hamburg trug dazu bei.

 

La Musique de Wirges fait franchir l’échelon international

 Le récent jumelage entre Montchanin et la ville allemande de Wirges et les contacts qui ont été pris entre les diverses sociétés des deux villes, auront été bénéfiques pour la 6e cavalcade qui, en accueillant les Fifres et Tambours de Wirges franchit ainsi le niveau international, confirmé d’ailleurs par la présence du groupe folklorique Bandoska de Rzeszow qui participera au défilé du dimanche. Forte de 46 members, la musique de Wirges est composée de 16 tambours, 16 fifres et de divers instruments tel que de « mini-xylohones ».

 Cette formation marquera par le rythme particulier de la musique d’Outre-Thin cette 6e cavalcade et elle recueillera sans aucun doute sur l’ensemble du parcours des applaudissements mérités. Musique d’expérience puispue créée en 1902, les fifres et tambours de Wirges arboreront le pantalon gris et la veste bleue et marcheront ce qui est normal pour la musique d’honneur, en tête du défilé,

Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel in Wirges

 

Spielmannszug "Frei-Weg" Wirges 1978 in Montchanin/Frankreich


 

Im gleichen Jahr übertrug man dem Spielmannszug die Ehre, anlässlich der Einweihung des Partnerschaftsschildes „Montchanin-Wirges“ in der Partnerstadt Montchanin/Frankreich als offizieller Vertreter der Stadt Wirges mitzuwirken. Vier erlebnisreiche Tage in Frankreich waren wohl für alle Spieler ein schönes Erlebnis.

Gekennzeichnet war das Jahr 1982 mit den Vorbereitungen und dem Ausrichten des 80jährigen Jubiläums des Vereins, welches zu Pfingsten seinen Höhepunkt  hatte. Gastvereine aus nah und fern gaben sich die Ehre.

 

Otto Becher (links), Vorsitzender des Kreismusikverbandes, nahm beim Festkommers des Spielmannszugs im Wirgeser Bürgerhaus eine Reihe von Ehrungen verdienter Vereinsmitglieder vor.

 

Die Mitwirkung bei der Vereidigung junger Soldaten der Bundeswehr mit dem Heeresmusikkorps 300 aus Koblenz im Stadion zu Wirges 1985 war für den Verein ein besonderes Erlebnis.

1986 wechselte der Verein seine Übungsräume aus dem Bürgerhaus in das Heim der Arbeiterwohlfahrt. Er findet hier optimale Übungsmöglichkeiten, welche sich auf die Qualität der Vorträge niederschlagen.

Im Anfang des Jahres 1987 begann man mit der Gründung eines Jugendspielmannszuges, wobei die Anzahl der weiblichen Jugendlichen dominierte. Unter der Ausbildung des Jugendwartes Heinz Kurzenacker, Achim Huber und Frank Burkl gelang es ca. 33 Jugendliche für den Verein zu gewinnen. Stetiger Aufbau und Fleiß trugen dazu bei, dass diese Jugend sich zu einer starken musikalischen Truppe entwickelte. Notenlehrgänge im Kreismusikverband trugen hierzu bei.

Das Jahr 1989 war überdeckt mit Licht und Schatten. Ehrenvor-sitzender und Ehrenstabführer Erwin Burkl trugen wir am 25. Januar 1989 zu Grabe. Er war weit über 40 Jahre die Integrationsperson des Vereins und weit über unseren näheren Umkreis bekannt.

 

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Der Kauf neuer Uniformen Mitte 1989 lässt heute den Verein in einem optisch einwandfreien Zustand erscheinen. Ebenfalls konnte durch Fredi Schwickert die Ausbildung und das musikalische Niveau deutlich angehoben werden.

Durch das Einstudieren neuer, zeitgemäßer Musikstücke und Märsche war das Jahr 1990 gekennzeichnet, so dass sich heute das Repertoire wesentlich gegen-über früher unterscheidet.

Ab Januar 1991 übernahm Peter Müller die Ausbildung des Gesamt-vereins. Der erste Wettstreit am  2. Juni 1991 in Kleinmaischeid war der Lohn für langjährige Arbeit unseres Vereins. Überschattet wurde das Jahr durch den plötzlichen Tod unseres aktiven Tambours Mike Gerhards.

Das Jahr 1992 war gekennzeichnet durch eine große Anzahl von  Auftritten, die  als wichtige Voraus-setzung für unser 90jähriges Jubiläum am 18. und 19. Juli gelten. Ganz hervorragend war hierbei das Abschneiden des Wettstreits in Müden am 31. Mai. Hier konnte durch eine hervorragende Leitung der erste Preis in der B-Klasse erreicht werden. Den Stabführerpreis errang hier ebenfalls unser Stabführer Manfred Burkl. In der Konzertklasse errang der Verein einen sehenswerten 3. Platz und konnte anerkannte, renommierte Vereine hinter sich verweisen. Dies spiegelt das zur Zeit hohe musikalische Niveau des Vereins wider, auf das wir durchaus stolz sein können.

Die nun folgenden 10 Jahre Vereinsleben möchten wir nun schriftlich und chronologisch dokumentieren. Ebenfalls soll aber auch hierbei bildlich belegt werden, dass der Verein in sozialer und kultureller Weise aktiv war.

So wurde der Spielmannszug 1994 beauftragt die 17. „Deutschen Meisterschaften für Spielmanns-, Fanfaren- und Hörnerzüge“ in Wirges auszurichten. 38 Vereine aus Deutschland die sich auf Landesebene qualifiziert hatten, traten in Wirges an.

Meistercorps und Deutsche Meister der Spielleute in Wirges gekürt

In Wirges hat der Deutsche Bundesverband für Spielmanns-, Hörner, Fanfaren- und Musikzüge (DBV) an Pfingsten seine 17. Deutsche Meisterschaft ausgetragen. 38 Züge, die sich zuvor auf Landesebene qualifiziert hatten, nahmen teil. 14 errangen die Note „sehr gut“ und damit Meistercorps-Ehren. Sechs Formationen zeichnete DBV-Präsident Paul Mittag (rechts) mit dem Titel „Deutscher Meister“ aus. Die einzige Gruppe aus dem Westerwaldkreis, der Fanfarenzug „Husaren-Rot-Weiß“ Großholbach, holte sich eine Bronzemedaille.

Auftritt des Spielmannszugs am 27 Mai 1995 anlässlich „20 Jahre Stadt Wirges“

mit dem Stadtbürgermeister Renato Noll


 

Nach 24jähriger Tätigkeit als 1. Vorsitzender des Vereins gab Norbert Hansen 1995 dieses Amt ab. Dank und Anerkennung wurden ihm zuteil. Als Ehrenvorsitzender steht er dem Verein weiterhin aktiv und mit Rat und Tat zur Seite. Ebenfalls nach 24 jähriger Vorstandstätigkeit als Kassierer stellt Ewald Müller sein Amt zur Verfügung. 

Manfred Simon wird zum 1. Vorsitzenden gewählt. Wolfgang Schöngraf übernimmt das Amt des Kassierers. Die Jugendaktivitäten übernehmen Mirjam Kaiser; Richard Klein und Myriam Kiefl.

 

Städtepartnerschaft Wirges – Montchanin

12.07.1997 bis 15.07.1997

Am Samstag, dem 12.07.1997, trat der Spielmannszug Wirges mit einer Abordnung des TTC Wirges, des Bogenschützenvereins und einigen Vertretern der Ortsvereine Wirges gut gelaunt die Reise nach Montchanin an. 

Schon am Samstagabend gaben wir ein Konzert in Verbindung mit dem Tamborrizzaorchester Samobor/Kroatien. Am Sonntag stellte sich unser Verein im Rahmen der europäischen folkloristischen Veranstaltung dar. Gegen 22.00 Uhr wirkten wir beim Festumzug mit. Das anschließende Feuerwerk war für jeden ein großes Ereignis. Am Montag, dem 14.07.1997, war der offizielle Tag des Jubiläums zwischen Wirges und Montchanin. Mit einem Festakt im Festsaal unter Mitwirkung des Tamborrizzaorchester Samobor, des Musikvereins Montchanin und des Spielmannszuges wurde die Feierlichkeit umrahmt. Am Dienstag, dem 15.07.1997, wurde die Heimreise angetreten. Diese Tage werden für den Spielmannszug Wirges in guter Erinnerung bleiben.

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„Frei-Weg“ Wirgeser Stadtmeister 1997

 

Höhepunkt im Jahr 1998 war die Fahrt zur Partnerstadt Montchanin/Frankreich, wo sich der Verein musikalisch darstellte. 1998 stellte sich der Verein an den Fastnachtzügen in einem neuen Outfit dar. Besondere Schwerpunkte wurden hinsichtlich der Jugendarbeit getätigt.

Nach längerer Abstinenz besuchte man in 1999 drei Wettstreite in Binningen, Großmaischeid und Bonn-Oberkassel mit großem Erfolg. Weitere 33 Auftritte in diesem Jahr rundeten die Aktivitäten ab. Die Übernahme von 7 Jugendmitgliedern in den Seniorenverein verstärkten Qualität und Quantität.

 

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Hochkarätige Ehrungen standen im Jahr 2000 an. So wurden geehrt:


 

Norbert Hansen    goldene Ehrennadel des Landesverbandes

Ewald Müller        goldene Ehrennadel für 60 Jahre aktives Wirken

Eugen Müller        goldene Ehrennadel für 50 Jahre aktives Wirken

 

Am  Sonntag,  15.04.2000,  hatte  der   Spielmannszug „Frei-Weg“ Wirges  seine  Vereinsmitglieder  zu seinem diesjährigen Familienabend ins Bürgerhaus eingeladen. Viele  Mitglieder  mit  Verwandten waren der  Einladung gefolgt.  Einige   Mitglieder   wurde   für  25jährige  bzw. 40jährige  Treue  im   Verein  geehrt.   Eine   besondere Ehrung  nahm Herr Bill, 2. Vorsitzender des Kreismusikverbandes  Westerwald,   an  diesem   Abend  vor.  Der Ehrenvorsitzende  Norbert Hansen wurde  für  50jährige aktive   Mitgliedschaft  im   Spielmannszug   „Frei-Weg“ Wirges geehrt.  Im Anschluss an den offiziellen Teil des Familienabends  erlebten  die  Mitglieder  ein  unterhaltsames Programm mit vielen Höhepunkten.

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Gönnern und Freunden des Spielmannszuges, die uns bei unserem Weckruf am 01.05. in Form von Spenden unterstützt haben, recht herzlich bedanken.


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Unser Übungsleiter Peter Müller aus Lahnstein konnte aus beruflichen Gründen die musikalische Ausbildung nicht mehr weiterführen.

In der Jahreshauptversammlung 2001 des Kreismusikverbandes Westerwald erhielt der Verein den Zuschlag zur Ausrichtung des Kreismusikfestes 2002.

„Frei-Weg“ Wirges wird Stadtmeister 2001 

 

Ebenfalls im August 2001 machten die Aktiven des Vereins mit Kind und Kegel eine 3tägige Ausflugsfahrt in die Rhön, welche für alle Mitfahrende eine schönes Erlebnis war.

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Im August 2001 durfte der Verein Gastgeber des Musikvereins „Gradska Glazba“ aus der Partnerstadt Samobor/Kroatien sein.

Mit 38 Musikern wurde im Rahmen der Städtepartnerschaft Wirges-Samobor und unseres Musikfestes auf dem Stadtplatz ihr musikalisches Können darboten. Bei diesem Anlass erhielt der Vorsitzende Manfred Simon für 50 Jahre aktive Vereinstätigkeit die goldene Ehrennadel des Landesmusikverbandes.

 

 

 

 

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PRO MUSICA-PLAKETTE

 Dem Spielmannszug „Frei-Weg“ Wirges e.V. wurde am
10. März 2002 in Bingen auf Grund seiner Verdienste in
einhundert Jahren die Auszeichnung und Verleihung der

 „PRO MUSICA-Plakette”

zuteil.

 Die Auszeichnung verlieh der

Bundespräsident Johannes Rau.

Sie wurde überreicht von Prof.Dr.E.Jürgen Zöllner,

Minister für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz

 

Die PRO MUSICA-Plakette

             stiftete Bundespräsident Heinrich Lübke am 7. März 1968 als Auszeichnung für Vereinigungen von Musikliebhabern, die mindestens einhundert Jahre bestehen und sich in dieser Zeit besondere Verdienste um die Pflege des instrumentalen Musizierens und damit um die Förderung des kulturellen Lebens erworben haben.

 

Einen ganz besonderen Höhepunkt für den Spielmannszug "Frei-Weg" Wirges e.V. in seiner hundertjährigen Vereinsgeschichte stellt die Verleihung der Plakette

„Pro-Musica“

dar. Diese Plakette stiftete Bundespräsident Heinrich Lübke am 7. März 1968 als Auszeichnung für Vereinigungen von Musikliebhabern, die mindestens einhundert Jahre bestehen und sich in dieser Zeit besondere Verdienste um die Pflege des instrumentalen Musizierens und damit um die Förderung des kulturellen Lebens erworben haben.

Der Antrag des Spielmannszuges mit den Belegen für 100 jähriges Bestehen wurde von der Arbeitsgemeinschaft der Volksmusikerverbände in Trossingen befürwortet und vom Kultusministerium bewilligt. Somit ist der Spielmannszug "Frei-Weg" Wirges einer von 44 Vereinen, die seit 1968 in Rheinland-Pfalz diese Auszeichnung verliehen bekamen. Der Landesverband Rheinland-Pfalz zählt 832 Vereine. Bei der Verleihungsfeier am 10. März 2002 im Kongresszentrum in Bingen durften die Aktiven die musikalische Begrüßung der ca. 800 Gäste gestalten.

Stellvertretend für alle Plakettenempfänger aus Deutschland bekam der Spielmannszug "Frei-Weg" Wirges e.V. diese hohe Auszeichnung von Prof.Dr.E. Jürgen Zollner, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur verliehen.


 

 

 

Zusammenstellung von Manfred Simon

aus dem Festbuch 2003 zum 100 jährigen Vereinsjubiläum.

Herzlichen Dank

 

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